Yoga und die Elemente

Yoga 5 Elemente

Was hat die indische Philosophie mit Wasser, Luft, Erde und Feuer zu tun? Sind fünf Elemente im Hatha-Yoga integriert?

Wenn wir hier von den Elementen sprechen, dann geht es um Wasser, Luft, Erde und Feuer oder um Wasser, Feuer, Holz, Metall und Erde. Denn dann haben wir zwei sehr bekannte Lehren, bzw. Betrachtungen, die sich diese sogenannten Grundelemente zunutze machen um Mikro- und Makrokosmos zu erklären.

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Die Elemente waren für Philosophen und alle, die nach Erklärungen für das Sein suchten, eine Basis um zu verstehen, wie es sich zusammensetzt oder aus was es besteht.

Vier-Elemente-Lehre und Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Lt. der Vier-Elemente-Lehre besteht dieses Dasein in verschiedenen Mischungsverhältnissen der vier Grundessenzen Wasser, Luft Erde und Feuer.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) kennen wir die Wandlungsphasen, die sich in Erde, Wasser, Feuer, Metall und Holz unterteilen. Auch hier geht es um Elemente, die im Idealfall harmonieren, von denen aber eines stärker betont sein kann als ein anderes und die aus der Balance kommen können.

Ayurveda und die Elemente

Auch das Ayurveda nutzt die Elemente um alles auf dieser Welt zu beschreiben. Hier sind die Grundelemente Luft, Raum (Äther), Wasser, Feuer und Erde.

Zum Ayurveda gehören die drei Doshas Vata, Pitta und Kapha. Dabei handelt es sich um Konstitutionstypen, die auf den fünf Elementen basieren.

So basiert der Vata-Konstitutionstyp auf Raum und Luft,
der Pitta-Konstitutionstyp auf Feuer und Wasser und der
Kapha-Konstitutionstyp auf Erde und Wasser.

Jeder Konstitutionstyp hat eine Neigung zu bestimmten Elementen, die sich in ihm besonders gut zeigen oder die besonders sensibel sind und leicht entgleisen können.

Der Vata-Typ beispielsweise ist sehr lebendig enthusiastisch und kreativ. Kommen sie aus ihrer Harmonie, können sie unter Nervosität und Konzentrationsproblemen leiden. Durch die Elemente, die eine stärkende Wirkung auf die Vata-Konstitution haben, kann die Disharmonie wieder ausgeglichen werden, sei es beispielsweise durch eine entsprechende Ernährung oder Entspannungstechniken.

Werden die Elemente auch im Yoga integriert?

Auch in der indischen Philosophie gibt es im Hatha-Yoga eine Zuordnung von fünf Elementen zu bestimmten Körperbereichen.

Je nach Quellentexten werden
– die Füsse und Beine bis zu den Knien dem Element Erde,
– die Beine von den Knien ab bis zum Rektum bzw. Nabel dem Element Wasser,
– der Bereich oberhalb des Rektums bzw. des Nabels bis zum Herzen dem Element Feuer,
– der Bereich vom Herzen bis hin zu den Augenbrauen dem Element Luft und der Bereich von den Augenbrauen bis zur Krone des Kopfes dem Element Raum/Äther zugeordnet.

Jedem dieser Bereiche wohnt eine eigene Energie inne. Jede genannte Körperregion dieses Schemas besitzt eine Qualität auf der psychischen Ebene. Auf diese Weise kann durch Übungen in diesen Bereich die Psyche unterstützt werden.

Die Einteilung, die als energetisch und nicht anatomisch zu verstehen ist, soll als Hilfe für die Übungspraxis verstanden werden.

Samkhya-Philosophie und die Elemente

Erinnert sei auch an die sogenannten Tatorgane, die zur Samkhya-Philosophie gehören und die den Elementen zugeordnet werden.

Aktuell werden die Elemente und ihre Bedeutung vielfach in den Yoga-Unterricht integriert um damit auf die entsprechenden Körperregionen einzugehen. Die Zuordnung kann auf Basis des Ayurveda, der TCM oder dem Hatha-Yoga u. a. erfolgen.