Yoga im Altenheim?

Hat der Körper ein eigenes Gedächtnis? Yoga für Senioren mit Demenz?

Es gibt Altenheime, in denen die Bewohner die Möglichkeit haben Yoga zu praktizieren. Die Teilnehmer der Yogastunden setzen sich aus den verschiedensten Altersgruppen und Handicaps zusammen.

Das spezielle an Yoga in Seniorenheimen ist, dass das Yoga in der Regel sitzend in Stuhl oder Rollstuhl stattfindet. Und hier wird deutlich, dass Yoga immer möglich ist, wenn es an die Beweglichkeit der Teilnehmer angepasst wird.

Asanas oder Atemtechnik?

Der Fokus liegt sowohl auf Atemtechniken wie auch auf den Asanas, den Körperhaltungen. Yoga-Lehrer, die dort praktizieren sind über die positiven Wirkungen erfreut. So erinnern sich beispielsweise Demenzkranke ebenso an die Übungen der Vorwochen wie Nichterkrankte. Es scheint, dass die Erinnerung nicht nur im Gehirn sondern auch im Körper stattfindet.

Was bringt Yoga im Altenheim?

Wenn wir an Beweglichkeit und Flexibilität denken, die Yoga verspricht, dann kann auch die Frage aufkommen, welche Wirkungen von Yoga mit Senioren erwartet werden.

Nach einer Befragung der Teilnehmer zeigen sich unterschiedliche Wirkungen. Die einen fühlen sich körperlich gestärkt, während sich andere Teilnehmer seelisch gestärkt fühlen. Empfindungen und Wahrnehmungen sind sehr unterschiedlich aber stets positiv.

Untersuchungen bestätigen dies, dass Yoga viele Fähigkeiten und Gehirnpunktionen verbessert, wie vor allem die des visuell-räumlichen Gedächtnisses. Auch depressive Symptome und Angstzustände werden durch Yoga verringert, vor allem jene die mit dem Nachlassen des Gedächtnisses einhergehen.

Das Yoga der kleinen Schritte?

Yoga für Senioren könnte als Yoga der kleinen Schritte bezeichnet werden. Denn diese Generation an Menschen hat häufig keine Zeit gehabt, Körper, Geist und Seele zu pflegen. Im fortgeschrittenen Alter entdecken sie ihn nun oftmals, vertreiben durch die Körperübungen Steifheit und Trägheit, lernen den Atem kennen und verbessern ihre Lebensqualität.