Hilft Meditieren beim Einschlafen?

Studie über Schlafhygiene und was sinnvoller für einen besseren Schlaf ist. Kann Meditieren einen guten Schlaf bei älteren Menschen fördern?

Viele ältere Menschen leiden unter Schlafstörungen, sei es das Einschlafen oder auch das Durchschlafen. In diesen Zusammenhang wird oft von Schlafhygiene gesprochen. Es bedeutet, gute Bedingungen für einen gesunden und erholsamen Schlaf zu schaffen, was grundsätzlich für alle Menschen wichtig ist.

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Besserer Schlaf ohne Medikamente

Eine Forschergruppe hat sich nun konkret damit beschäftigt, wie älteren Menschen, ab 54 Jahren zu einen besseren Schlaf ohne Medikamente verholfen werden kann.

Die Wissenschaftler aus Los Angeles entschieden sich für „Mindfulness Meditation“. Bei dieser Meditation geht es darum, die Aufmerksamkeit auf Körperfunktionen, die Atmung und auf das aktuelle Befinden zu verlagern. Wie in der Meditation üblicherweise praktiziert, erfolgt dies auch hier ohne Bewertungen.

Die Studie zur Schlafförderung bei älteren Menschen

Für die Studie wurden 49 Erwachsene ausgewählt, die älter als 54 Jahre waren. Alle litten unter moderaten Schlafproblemen beim Ein- und Durchschlafen oder Beides, sowie einer gewissen Tagesmüdigkeit.

Die Hälfte der Probanden praktizierte die Achtsamkeitsmeditation. Die Kontrollgruppe nahm an einem anderen Programm teil um die Schlafhygiene zu verbessern. Hierbei wurden sie über die Entstehung von Stress und die Bewältigung informiert.

Beide Gruppen mussten Zuhause die entsprechenden Techniken über einen Zeitraum von sechs Wochen regelmässig praktizieren.

Was ist das Ergebnis der Studie?

Nach Ablauf des Zeitraums wurde die Schlafqualität der Teilnehmer beider Gruppen gemessen. Die Schlafqualität der Teilnehmer, die am Meditationsprogramm teilnahmen verbesserte sich stärker als durch Massnahmen zur Verbesserung des Schlafes, die sie zuvor erhielten.

Hinsichtlich der Tagesmüdigkeit verbesserte sich der Zustand der Meditierenden besonders deutlich, während die Vergleichsgruppe noch schlechter abschnitt als vor der Intervention.

Wer also unter Schlafproblemen leidet, sollte sich mit Achtsamkeitsübungen oder Yoga befassen. Hierbei sind laut der Studie Atemübungen und die Meditation besonders zu empfehlen. Die Wirkungen lassen sich vermutlich auch auf andere Altersschichten übertragen.