Die Bauchatmung

Was solltest du über die Bauchatmung wissen? Warum solltest du wieder damit beginnen?

Babys atmen ganz natürlich in den Bauchraum. Dabei dehnt sich der Bauch weit bei der Einatmung nach aussen. Die Organe werden dabei massiert und optimal mit Sauerstoff versorgt, das Herz entlastet und die Verdauung angeregt

Doch die Atmung verändert sich bei vielen Menschen im Laufe der Zeit. Sie wechselt vom Bauch in den Brustraum. Damit verlieren wir eine gesunde Atmung.

Was ist der Unterschied zwischen Bauch- und Brustatmung?

Bei der Brustatmung, auch Thorakal- oder Kostalatmung genannt, wird im Wesentlichen der Brustkorb erweitert. Das passive Zwerchfell wird von den Rippen in die Höhe gezogen. Auch die Bauchwand bewegt sich wenig.

Im Gegensatz zur Bauchatmung, die auch Zwerchfellatmung oder Abdominalatmung genannt wird, ist sie sehr viel flacher und oberflächlicher.

Bei der Bauchatmung werden durch das Zusammenziehen des Zwerchfells die inneren Organe nach unten gedrückt und der Bauch wölbt sich nach aussen. Interessanterweise wird bei der Bauchatmung weniger Energie verbraucht, obgleich sie intensiver ist, die Verdauung angeregt wird und der Blutdruck sinkt.

Bauchatmung nur zur Entspannung?

Heute schalten viele Menschen nur auf Bauchatmung, wenn sie entspannt sind, wenn sie den Abend gemütlich ausklingen lassen wollen oder beim Einschlafen. Bewusst wird die Bauchatmung von Sängern und Blasmusikern zur Atemstütze eingesetzt.

Viele Ärzte, Logopäden, Sportlehrer oder Yoga-Lehrer setzen aber auf die Bauchatmung. Durch Stress und auch durch Verspannungen eignen sich viele Menschen die Brustatmung an. Damit verlieren wir jedoch die Möglichkeit uns gut zu entspannen, denn durch diese Atmung entspannen wir nicht nur den Körper sondern auch unseren Geist. Mit der Bauchatmung werden wir stabiler und handeln mehr aus unserer Mitte heraus.

Wie atmen sie?

Wie wir atmen, können wir feststellen, wenn eine Hand auf den Bauch und eine andere auf unseren Brustkorb legen. Dann atmen wir mehrere Atemzüge, wie wir es immer tun und beobachten, ob sich die obere Hand stärker als die am Bauch bewegt.

Wenn ja, wird die Brustatmung praktiziert. Konzentrieren sie sich doch einmal, in den Bauch zu atmen!

Neben den bereits erwähnten gesunden Vorteilen soll die Bauchatmung auch Stotterern oder Menschen mit dem Tourette-Syndrom sowie bei Inkontinenz helfen. Die Beispiele zeigen die weitreichenden Wirkungen einer gesunden Atmung.

Zurück zur Bauchatmung

Nehmen sie sich Zeit, um wieder bewusst in den Bauch zu atmen. Sie können dazu stehen, sich eine Sitzhaltung aussuchen oder auch in die Rückenlage gehen.
Die Hände werden locker auf den Bauch gelegt, auf den sich auch die Konzentration richtet. Dann wird ausgeatmet und durch die Nase langsam und geräuschlos tief eingeatmet.
Dabei senkt sich das Zwerchfell nach unten und die Bauchdecke wölbt sich nach vorn. Die Bauchmuskeln bleiben entspannt und weich. Die unteren Lungenflügel füllen sich mit Luft, aber der Brustkorb bleibt weitgehend unbewegt und ruhig.
Beim Ausatmen senkt sich der Bauch zurück. Der Atemvorgang vollzieht sich gelöst und entspannt.