Lindert Meditation Schmerzen?

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Kann die Intensität von Schmerzen durch Meditieren reduziert werden? Kann die Meditation eine Schmerztablette ersetzen?

Wie auch Yoga übt die Meditation seit längerer Zeit eine Faszination auf die Wissenschaft aus. Was ist es, was durch scheinbares Nichtstun so wohltuende und gesunde Wirkungen hat?

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Interessant für die Medizin ist auch die positive Wirkung der Meditation zur Schmerzbehandlung. So konnte bei einer Studie des Wissenschaftlers Fadel Zeidan von der Wake Forest University im US-Bundesstaat North Carolina nicht nur die Schmerzlinderung durch Meditieren nachgewiesen werden sondern auch die entsprechenden Abläufe im Gehirn.

Die Probanden beschrieben Schmerzen bzw. ein als Schmerz empfundener Zustand, der mit einer warmen Platte erzeugt wurde. Zugleich wurde auch die Hirnaktivität mit dem Kernspintomografen gemessen.

Für die Studie übten die Teilnehmer die Achtsamkeitsmeditation. Im Anschluss wurden sie noch einmal mit der 50 Grad warmen Wärmeplatte konfrontiert, um während der Prozedur zu meditieren.

Das Studienergebnis zeigte, dass die Wirkung der Meditation schon nach kurzer Zeit einsetzte. 40 Prozent der Schmerzen wurden weniger intensiv und um 57 Prozent weniger unangenehm empfunden. Diese Werte seien höher wie manche Schmerztablette schreiben die Wissenschaftler.

Wie reagieren die Hirnareale auf die Meditation?

Wie die Messungen im Kernspintomografen zeigten, ging die Aktivität im Gyrus postcentralis zurück. Diese Region im Grosshirn ist u. a. für die Schmerzwahrnehmung zuständig, wo und wie stark er vorhanden ist.

In anderen Hirnarealen veränderte die Meditation ebenfalls die Aktivität. So kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass die Meditation aufgrund ihrer vielfältigen Wirkungen im Gehirn, so effektiv ist.

Gibt es Kritik an der Studie?

Die Studie gilt als wertvoll von anderen Wissenschaftlern, die sich ebenfalls mit der Meditation und ihrer Wirkung auf die Gesundheit befassen. Kritisiert wurden ein Fehlen der Kontrollgruppe. So kann nicht abschliessend geklärt werden, welche Rolle die Erwartungshaltung der Teilnehmer spielt.