Yoga – welche Tageszeit ist die Beste?

Ist der Morgen wirklich die beste Zeit für Yoga? Haben Asanas zur Mittagszeit auch Vorteile? Ist die Meditation am Abend besonders wirkungsvoll?

Mit Yoga in den Tag starten?

Für viele Yogis beginnt ihr Tag mit Yoga. Die bekannten Vorteile der indischen Philosophie haben am Morgen eine besondere Wirkung. Die verbesserte Sauerstoffversorgung und die angeregte Blutzirkulation, die durch die Yoga-Haltungen und die tiefe Atmung entsteht, lässt einen frisch und energiegeladen in den Tag starten.

Zugleich soll die Wirkung den Tag über anhalten. Die Körperübungen helfen auch die Morgensteifigkeit der Gelenke abzustreifen, die während der Nacht ggf. entstanden ist.

Zugleich soll der Stoffwechsel den gesamten Tag über durch das morgendliche Yoga gefördert werden ebenso wie das Immunsystem, da die Drainage der Lympfe erhöht wird.

Vier Zeiten für Yoga?

Morgenmuffel müssen dennoch kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie morgens schwer in die Gänge kommen und sich einen morgendlichen Yoga-Workout verweigern.

Denn der yogische Tag wird in vier Abschnitte aufgeteilt. Das zeigt schon einmal, dass es mehrere Zeiten gibt um Yoga zu praktizieren und letztendlich ist es wichtig, sich an den eigenen Bedürfnissen zu orientieren.

So gibt es mit Brahma Muhurta eine sehr spezielle Zeit zwischen 3.30 und 6.00 Uhr morgens, die auch die ambrosischen Stunden genannt werden. Eine andere Yoga-Zeit ist direkt nach dem Aufstehen. Wieder eine andere ist die Mittagszeit, bevor gegessen wird und zuletzt der Sonnenuntergang. Übertragen auf die heutige Zeit wäre dies nach der Arbeit oder vor dem Schlafengehen.

Faustregel für Yoga-Zeiten?

Schon immer wählten Yogis undYoginis ihre Zeiten aus um zu meditieren, die Asanas oder Pranayamas zu praktizieren, Was es gilt zu beachten, sind die Übungen. So sollten anregende Übungen wie Rückbeugen auf den Morgen oder Mittag gelegt werden, denn sie haben eine aktivierende Wirkung und diese Energie wird eher früh am Tag benötigt.

Dazu könnten Standhaltungen passen, die einen Stärke verleihen um den Tag gut zu meistern. Vielleicht braucht es aber auch Entspannungsübungen um den aufkommenden Stress entgegenzuwirken. Drehhaltungen regen wiederum die Entgiftung an und Umkehrhaltungen helfen einen, einen neuen Fokus zu bekommen.

Am Abend wiederum sollten eher ausgleichende Yoga-Haltungen gewählt werden und entspannende Atemübungen.

Welche Tageszeit ist für Dich die Beste?

Damit gibt es kein richtig oder falsch. Es geht darum, dass jeder seinen Beürfnissen entsprechend die Yoga-Haltungen, Atemübungen und Meditation auswählt, die zu ihm und der Tageszeit passen, zu der er Yoga praktizieren möchte oder kann.

Zugleich kann dies am Wochenende oder einen freien Tag verändert werden. In jeden Fall ist es besser, Yoga irgendwann während des Tages zu praktizieren als überhaupt nicht.