Yoga und Ernährung?

Yoga ist mehr als Körperübungen und Meditation. Die indische Lebensphilosophie beeinflusst auch die Ernährung. Wie essen Yogis?

Yoga ist ein ganzheitliches Prinzip, zudem auch eine gesunde Ernährung gehört. Sie soll den Körper stärken und zugleich unserem Geist gut tun. Krankheiten sollen dadurch vorgebeugt bzw. vorhandene Krankheiten gelindert oder am Fortschreiten gehindert werden.

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Was bedeutet gesunde Ernährung im Yoga?

Gesunde Ernährung im Yoga bedeutet, die Nahrung anhand ihrer Eigenschaften zu unterscheiden. Dabei handelt sich um drei Arten: Tamas, Rajas und Sattwa.

Was ist tamasige Nahrung?

Tamas bedeutet so viel wie Trägheit. Diese Nahrung hat keine vitale Energie mehr. Viel schlimmer ist, dass sie dem Körper sogar Energie entziehen kann und den Verstand träge macht. Zu dieser Nahrung zählen unreife, faule, verkochte, haltbar gemachte Lebensmittel. Beispiele sind Fertiggerichte, auch bedingt Fleisch und Fisch oder Alkohol.

Im Idealfall verzichtest Du auf diese Nahrungsmittel oder reduzierst sie. Zuviel zu essen hat ebenfalls eine tamasige Wirkung.

Was ist rajasige Nahrung?

Rajas bedeutet „Unruhe“. Unter diese Nahrungsart fällt alles, was Körper und Geist unruhig, unkontrollierbar und nervös macht. Dazu zählen schwarzer Tee, Kaffee, zu scharf gewürzte Speisen, weisser Zucker und Weissmehl. Auch diese Nahrungsmittel müssen reduziert werden um sich im Sinne des Yoga gesund zu ernähren.

Auch zu schnelles und hastiges Essen zählt zur rajasigen Nahrung.

Was ist sattwige Ernährung?

Sattva bedeutet „Leichtigkeit“. Eine sattvige Ernährung bringt dem Körper wertvolle Nährstoffe, gibt Energie, lässt den Geist klar und ausgeglichen sein.

Zu diesen Lebensmitteln gehören Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, , Gemüse, Salate, Obst , Nüsse, Milch und Tofu. Je frischer die Produkte desto besser. Rohkost ist besser als Gekochtes.

Wie sollen sich Yogis und ein Nicht-Yogis ernähren?

Definierte Empfehlungen gibt es nicht für die Ernährung. Jeder Mensch hat seinen eigenen Bedarf an Nährstoffen. Zudem unterliegen wir saisonalen und klimatischen Schwankungen.

Allerdings sollte ausreichend Wasser und Kräutertee getrunken werden, Jeder sollte sich einfach aber nährstoffreich ernähren mit bevorzugt naturbelassenen und frischen Lebensmitteln.

Er sollte langsam und entspannt essen und wir dürfen das essen, was wir mögen und gut vertragen, aber in Massen.

Eine Yoga-Faustregel

Eine yogische Faustregel gibt es: seinen Magen zur Hälfte mit Nahrung zu füllen, ein Viertel mit Wasser und ein Viertel des Magens leer lassen.