Yoga – lass den Ehrgeiz nicht auf die Matte!!!

Immer schneller, besser und biegsamer? Welche Leistung musst du im Yoga erbringen? Selbstoptimierungswahn bei den Asanas? Welchen Vorsatz darfst du im Yoga nicht vergessen?

▶️ Wie hilfreich ist Yoga bei Parkinson?

Das Jahr 2020 hat begonnen und sicherlich finden sich neue Gesichter im Yoga-Zentrum und vielleicht gehörst du auch dazu. Der zu Silvester gefasste Vorsatz wird umgesetzt und wir stehen bereit auf der Matte um Yoga-Haltungen, Atemübungen und die Meditation zu lernen und zu praktizieren.

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Yoga-Ausstattung und ehrgeizige Ziele?

Viele Yoga-Schüler bringen eine grosse Portion Ehrgeiz mit. Es ist das, was wir aus unserem Alltag kennen, der sich in einer Leistungsgesellschaft abspielt. Damit wir mit anderen Schritt halten können, müssen wir Leistung zeigen.

Es beginnt oft schon im Kindergarten mit vorschulischer Förderung. Im Idealfall haben Kinder dann einen Vorsprung, können schon ein paar Brocken Englisch und schreiben bevor sie eingeschult werden. Ein brillanter Schulabschluss muss folgen, der ein erfolgreiches Arbeitsleben suggeriert und damit einen gut bezahlten Arbeitsplatz.

Auch privat ist Leistung angesagt. Das Wort „Selbstoptimierungswahn“ dürfte alles sagen. Um dies zu verwirklichen, suchen viele nach Sport und Fitness und gelangen zum Yoga, denn Yoga ist aktuell im Trend.

Yoga als Umkehr vom Leistungsprinzip?

Yoga, als eine präzise Ausführung der Asanas, eine dynamische Ausführung einer Power-Sequenz, das kommt Yoga-Anfängern so bekannt vor und damit können sie sich identifizieren.

▶️ Was haben Yoga und Buddhismus gemeinsam und was nicht?

Während der Yoga-Praxis erleben viele neue Yoginis und Yogis dann eine Überraschung. Exakt und präzise hat im Yoga eine andere Bedeutung.

In der Leistungsgesellschaft gibt es ein Prinzip und einen Wert, dem Perfektionismus. Danach werden alle beurteilt und leider auch verurteilt.

Yoga – was wir sind?

Im Yoga streben wir die Ausführung einer präzisen Yoga-Haltung an mit dem, was wir sind. Es ist unser Körper mit seinem Alter und seiner Geschichte, die sich in seinen Möglichkeiten, wie seiner Flexibilität zeigt.

Atemübungen können zu wahren Entdeckungsreisen führen. Ich kann in meinen Körper atmen. Ein- und Ausatmen im eigenen Rhythmus und doch atmen alle eins.

Es ist unser Geist, der umherschwirrt und sich nur schwer sammeln kann, der mit immer wieder aufkommenden Gedanken kämpft und dennoch dürfen wir es Meditation nennen.

Leg deinen Ehrgeiz zu deinen Strassenschuhen?

Wenn wir Yoga praktizieren, dann geht es nicht um Leistung um besser zu sein als der Nachbar auf der anderen Matte. Es geht vielmehr um Erkennen und wahrnehmen. Wenn wir Yoga praktizieren, dann sollten wir so, wie wir unsere Strassenschuhe ausziehen auch unseren Ehrgeiz aussen vor lassen.

Yoga kann als Selbstpflege bezeichnet werden, denn wir pflegen unseren Körper, indem wir die Yoga-Haltungen praktizieren und unseren Körper erfahren, mithilfe eines ruhigen Geist uns unserem Inneren und unserem unvergleichbaren Selbst zuwenden.