Yoga im Sekundentakt?

Alles muss immer schneller und praktischer werden. Auch Yoga? Gibt es Blitzübungen für zwischendurch? Wie lange müssen die Asanas gehalten werden?

Tipps, die Mahlzeiten zubereiten und vieles mehr sollten immer schneller und praktischer angewendet werden. Auch im Yoga ist dieser Trend zu spüren, wenn wir von Yoga für zwischendurch hören oder fragen, wie lange die Yoga-Stunde mindestens dauern muss.

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Schnelles Yoga für Anfänger oder Fortgeschrittene?

Zuerst einmal sollte zwischen Yoga für Anfänger und praktizierenden Yogis und Yoginis unterschieden werden.

Wenn wir von Yoga-Haltungen reden, den Asanas, dann soll der Körper durch die Yoga-Übungen gesund gehalten werden. Ein Zeichen ist ein beweglicher und fitter Körper und Geist.

Für Anfänger bedeutet dies, langsam in die Asanas hineinzugleiten und nur wenige Atemzüge in einer Übung bleiben. Es geht darum die Übung dabei so gut zu machen, wie möglich und sich in die Übung hineinfühlen.

Ist regelmässiges üben wichtig?

Nach und nach mit regelmässigem Üben kann die Zeit ausgedehnt werden. Wichtig ist es, die Übungen richtig auszuführen.

Beim Üben wie beispielsweise beim Hatha-Yoga, ist weder der Wohlfühlfaktor noch das Erzwingen einer Übung das Ziel, sondern die Selbstwahrnehmung und die Konzentration. Je nach Schwierigkeitsgrad der Asanas kann das allerdings sehr unterschiedlich sein.

Ungeübte können gestützte Asanas, wie mit Hilfsmitteln, Blöcke oder an die Wand gelehnt, dennoch unter guter Anleitung ebenfalls länger, sogar über Minuten halten.

Dadurch vertieft sich die Wirkung. Zudem wird die Übung ausgerichtet, dass Bewusstsein über den gesamten Körper ausgerichtet, bis die physische Anstrengung letztendlich verschwindet und Zeit keine Rolle mehr spielt. Das gilt auch für Asanas wie den Schulterstand beispielsweise.

Ein guter Lehrer begleitet Anfänger und ganz allgemein seine Schüler in der Praxis und erkennt, wie lange sie in einer Haltung verweilen können, ohne sich zu schaden oder zu unterfordern.

Yoga besser kurz als überhaupt nicht?

Wenn von kurzen Yoga-Einheiten die Rede ist, dann geht es meist darum, eine Pause sinnvoll zu nutzen. Wer einen sitzenden Beruf hat, möchte sich bewegen, wer äusserst konzentriert arbeitet, möchte mental entspannen oder Beides.

Wer ungeübt im Yoga ist, der sollte zu Alternativen greifen. Spaziergänge entspannen mental und auch die Bewegung kommt nicht zu kurz. Wer bereits Yoga praktiziert, der kann sich eine Übungsreihe aussuchen, vielleicht zusammen mit seinen Yoga-Lehrer.

Es gibt Erfahrungswerte, die besagen, dass eine Asanas mindesten 20 bis 30 Sekunden gehalten werden sollte und eine Yoga-Einheit ab sieben Minuten, ohne Atemübungen und Meditation, bereits eine Wirkung zeigt, wenn sie regelmässig praktiziert wird.

Power-Yoga aber achtsam?

Für die Yoga-Stile, in denen Sequenzen fliessend und schnell praktiziert werden, gilt ebenfalls die Regel der Achtsamkeit. Es erfordert Übung, sich auf die aufeinander folgenden Asanas zu konzentrieren und die richtige Atmung nicht zu vergessen.

Wer dies beherzigt, kann Yoga-Einheiten durchaus für zwischendurch in seinen Alltag integrieren.