Yoga für Kinder mit Autismus und Down-Syndrom?

Yoga für Kinder mit Autismus und Down-Syndrom?

Yoga für Kinder mit Behinderungen? Welche Erfolge durch Yoga möglich sind, zeigt ein indisches Projekt?

Es ist kein Geheimnis, dass Yoga gesundheitsfördernde Wirkungen in die verschiedensten Richtungen und auch ganzheitlich hat. Doch immer wieder gibt es überraschende Neuigkeiten, wie das Yoga-Projekt in Indien.

Aufgrund der vielseitigen positiven Wirkungen hat die Fachorganisation „Licht für die Welt“ mit ihrer Partnerorganisation Shishu Sarothi in Indien im vergangenen Jahr ein Projekt initiiert um behinderte Kinder  in Yoga zu unterrichten.

Was sind die ersten Erfahrungen dieses Projektes?

Die ersten Erfahrungen sind sehr positiv, da die Kinder sehr gut auf die Yoga-Stunden reagieren. Das Projekt, das im indischen Guwahahti von der Yoga-Lehrerin Saswati-Barman durchgeführt wird, hat 152 Teilnehmer, wovon 139 behinderte Schüler sind und 13 ohne mentale oder physische Einschränkungen.

Um welche Behinderungen handelt es sich und lassen sich positive Veränderungen erkennen?

Bei den teilnehmenden Schülern handelt es sich um Kinder mit Down-Syndrom, Autismus, Zerebralparese und intellektuellen Beeinträchtigungen. Mit dem Yoga-Projekt im Bundesstaat Assam werden zugleich Therapieformen wie Ergo- und Physiotherapie und Logopädie unterstützt.

Lt. der leitenden Fachorganisation „Licht für die Welt“ werden die Kinder lernfähiger, ruhiger und gewinnen mehr an Selbstvertrauen.

Aus eigener Erfahrung zur Yoga-Lehrerin

Die unterrichtende Yoga-Lehrerin hat aufgrund ihrer eigenen Angststörungen begonnen, Yoga regelmässig zu praktizieren. Aufgrund der positiven Veränderungen liess sie sich zur Yogalehrerin ausbilden. Dabei entstand der Wunsch, Yoga mit behinderten Kindern zu praktizieren.

Wie wird der Yoga-Unterricht gestaltet?

Die Yoga-Stunden richten sich nach dem Alter sowie nach der geistigen Leistungsfähigkeit der Kinder. Zum Unterricht gehören die traditionellen Elemente wie die Asanas/Körperhaltungen und Atemübungen. Zugleich wurden verschiedene Achtsamkeitswerkzeuge integriert.

Neben der Lernbereitschaft hat sich auch die Flexibilität der Kinder verbessert und sie entwickeln ein besseres Körperbewusstsein. Die Atmung ist ruhiger und das Selbstvertrauen gewachsen. Zum Unterricht gehören auch Reime und Lieder für kleinere Kinder. Durch das Mitsingen wird die Atmung gefördert und zugleich die Sprache unterstützt. Auch Farb- und Zahlenkonzepte gehören zur Yoga-Stunde.