Yoga für die Augen?

Handy, Tablet und Co belasten mehr denn je unsere Augen und können verstärkt zu einer Sehschwäche führen. Wir können aber etwas dagegen tun.

Bei Problemen mit den Augen und einer Sehschwäche muss selbstverständlich ein Augenarzt aufgesucht werden. Durch Augentraining und Augen-Yoga können wir jedoch gleichzeitig Verantwortung für unsere Augengesundheit übernehmen. Im Idealfall wird der Augenarzt Augen-Yoga empfehlen.

Was bedeutet Yoga für die Augen?

Durch Yoga für die Augen soll Lebendigkeit und Bewegung in das Augen-Körper-Psyche-System gebracht werden. Durch die Augenübungen werden nicht nur die Augenmuskeln entspannt sondern sie werden ebenso gefordert und gestärkt.

Zu Augen-Yoga gehören auch Atemübungen sowie die Entspannung. Je nach Yoga-Lehrer auch andere Asanas, die generell körperliche Verspannungen lockern.

Sehen gestresste Augen schlechter?

Neben einer Sehschwäche darf auch nicht vergessen werden, dass gestresste Augen schlechter sehen. Ca. 25 Prozent unserer Energie wird für das Sehen verwendet. Durch müde Augen sind wir weniger leistungsfähig und wir beginnen die Nackenmuskulatur zu verspannen, was sich letztendlich negativ auf den ganzen Körper ausbreitet.

So eignet sich Augen-Yoga nicht nur für Menschen mit einer Sehschwäche, denn unsere Augen sind heute durch die Nutzung der verschiedensten Bildschirme schwer gefordert.

Welche Wirkungen hat Augen-Yoga?

Augen-Yoga stärkt die Sehkraft und kann auch Kopfweh lindern bzw. vorbeugen. Generell werden Verspannungen reduziert, wie bereits erwähnt, wenn sie sich von den Augen über den Nacken hinaus ausbreiten.
Durch Augen-Yoga wird das gesamte Nervensystem beeinflusst. Das körpereigene Erholungsprogramm wird eingeschalten, der Puls verlangsamt und die linke und rechte Gehirnhälfte ausgeglichen.
Übungen des Augen-Yoga sollen auch den Nervus Vagus stimulieren. Der Hauptnerv für den Parasympathikus ist eine wichtige Kommunikationszentrale für den Organismus. Er gilt auch als Bindeglied für Geist und Körper. Über diese Verbindung sollen Augenübungen auch das Glücksempfinden fördern.

Augenübungen für jeden Tag

Für die Augenübungen sollten die Sehhilfen abgelegt werden. Zwischen den Sehübungen darf geblinzelt und die Augen geschlossen werden. Die Augen sollten sich nicht angestrengt anfühlen.

Palmieren
Dazu werden die Hände gerieben und so Wärme in den Handflächen erzeugt. Dann werden die Handteller über die Augen gelegt und entspannt dazu geatmet.

Erst die Augen dann der Kopf
Eine andere Augenübung erfolgt, indem wir nach rechts und links schauen. Wir schauen nach links und erst dann, wenn wir nicht mehr weiter schauen können, drehen wir auch den Kopf um weiter nach links zu schauen.
Wiederhole die Übung auf der rechten Seite, nach unten und nach oben.

Nah und Fern
Bei einer anderen Übung geht es darum möglichst nah und fern zu blicken. Der Blick wird zuerst auf die Nasenspitze gerichtet und dann für einige Sekunden gehalten. Dann richtet sich der Blick zum Daumen des ausgetreckten Armes und dann darüber hinaus.

Die Diagonale
Den Blick nach rechts unten richten und dann den Blick langsam nach links oben wenden. Dann wird der Blick von links unten nach rechts oben gerichtet.

Un-scharf sehen
Der rechte Arm wird gestreckt und eine Faust gemacht. Der Daumen zeigt dabei nach oben. Blicke auf den Daumennagel und lasse ihn abwechseln verschwimmen und dann stelle den Blick wieder auf scharf ein.

Augenwandern im Kreis
In Gedanken wird sich eine Uhr vorgestellt. Die Augen wandern von einer Stunde zur nächsten bis sie wieder am Ausgangspunkt angekommen sind. Dann wandern die Augen zurück, Stunde für Stunde.

Zum Abschluss werden die Augen entspannt, indem noch einmal die Hände gerieben und die warmen Handteller auf die Augen gelegt werden. Eine Alternative ist es, mit den Handballen ganz sanft die geschlossenen Augenlider zu massieren.