Wohnen nach Yoga-Prinzipien?

Yoga ist etwas Ganzheitliches und Verbindendes. Gehört dazu auch ein bestimmter Wohnstil?

Die indische Lehre ist mehr als nur eine Yoga-Stunde in der Woche. Wer sich mehr vertieft oder sich auf die sechs Yoga-Wege einlässt, kann es erfahren. Dazu kann auch die Gestaltung der eigenen Lebensumgebung gehören. Viele Yogis richten sich in ihrem Zuhause eine Yoga-Ecke ein. Nach Yoga-Prinzipien zu leben, ist jedoch mehr.

Was ist Vastu?

Die Yoga-Prinzipien finden sich wieder in der traditionellen indischen Bau- und Gestaltungslehre Vastu. Vereinfacht ausgedrückt, könnte es als „indisches Feng Shui“ bezeichnet werden.

Was lehrt uns Vastu?

Die Bau- und Gestaltungslehre zeigt uns, wie das eigene Umfeld, Haus oder Wohnung Arbeitsplatz, Garten oder Stadtleben im Einklang mit den Naturgesetzen gestaltet werden kann.
Nach der Vastu-Philosophie besteht eine direkte Verbindung zwischen Kosmos und Geist, zwischen Raum und Bewusstsein. Um in diesen Bereichen eine integrale Wirkung zu erzielen, muss dies incl. der individuellen Bedürfnisse der Bewohner, was auch vom Geburtsort und dem Geburtsdatum abhängt, berücksichtigt werden.

Vasu zeigt, wie im Einklang mit den herrschenden Kräften gelebt und dennoch das eigene Zuhause kreativ gestaltet werden kann. So gilt es die Energieströme zu respektieren und negative Energien zu blockieren, sowie auch die magnetischen Einflüsse mit zu berücksichtigen.

Wann ist Vastu entstanden?

Mehr als 5.000 Jahre reichen die Ursprünge zurück. In den Veden ist Vastu bereits erwähnt. Das Taj Mahal dürfte wohl das berühmteste Bauwerk sein, dass nach diesen Prinzipien gestaltet wurde. Ebenso entsprechen manche europäische Bauformen den Vorgaben des Vastu. Ein Beispiel dafür sind die typischen Dreiseithöfe des österreichischen Waldviertels mit ihrer Ausrichtung nach Nordosten und einen freien und offenen Innenhof.