Wo wirken Ayurveda und Yoga gemeinsam?

Yoga und Ayurveda haben ein gemeinsames Ziel. Sie helfen uns gesund und glücklich zu werden oder zu bleiben. Wie aber können sich Ayurveda und Yoga ergänzen?

Ayurveda gilt in seiner Heimat als älteste ganzheitliche Heilkunst. Im Westen wird sie weitgehend als traditionelle Alternativmedizin gehandhabt. Doch hier heisst es schon aufgepasst, denn Ayurveda – was so viel wie das Wissen vom Leben bedeutet, soll lt. ihrer Bedeutung nicht erst bei Krankheit sondern bereits zuvor für ein gesundes und glückliches Leben angewendet werden. Und hier treffen sich Yoga und Ayurveda.

Ayurveda und die Grundprinzipien des Lebens?

Zu Ayurveda gehören die Doshas: Pitta, Vata und Kapha. Dabei handelt es sich um die drei energetischen Grundprinzipien des Lebens. Vata ist das Bewegungsprinzip, Pitta das Feuer- bzw. Stoffwechselprinzip und Kapha steht für das Strukturprinzip.

Die Konstitution eines Menschen setzt sich aus diesen Grundprinzipien zusammen. Doch sie sind nicht immer gleich verteilt. Das macht uns einzigartig. Doch zugleich kann eine starke Neigung zu einem Dosha auch unsere Gesundheit gefährden, denn sie sollen im Menschen harmonisch ausbalanciert

sein.

Erreicht werden kann dieses Gleichgewicht durch Ernährung, Atmung und Bewegung.

Yoga nach den Grundprinzipien des Ayurveda?

Wenn wir von Yoga und Ayurveda sprechen oder von Ayurveda-Yoga, dann wird hier Yoga daran orientiert. Entsprechend dem Ayurveda-Typ können Asanas und Atemtechniken ausgewählt werden.

Yoga für den Vata-Typ

Für Menschen mit einer starken Vata-Konstitution sind Asanas zu empfehlen, die die Kraft, Ausdauer und Ruhe fördern. So wird der Sonnengruss empfohlen, wenn er ruhig und kraftvoll ausgeführt wird.

Empfehlenswerte Atemübungen sind jene, die beruhigen, stabilisieren und wärmen.

Yoga für den Pitta-Typ

Pitta-Typ-Menschen sind in der Wahl der Asanas wenig eingeschränkt. Hier ist vielmehr die Ausführung der Yoga-Haltungen wichtig, um ihre grosse Energie entsprechend zu nutzen ohne ihre Gesundheit zu gefährden. Yoga soll konzentriert und hingebungsvoll, kraftvoll aber in einer moderaten Geschwindigkeit praktiziert werden.

Die passende Pranayama ist kühlend und entspannend, wobei die Ausatmung eher als die Einatmung betont werden sollte.

Yoga für den Kapha-Typ

Wer eine überwiegende Kapha-Konstitution besitzt, sollte Yoga-Haltungen wählen, die Wachheit, eine gewisse Leichtigkeit und Beweglichkeit vermitteln. Es sollte forsch und entschlossen geübt werden. Kapha-Typen dürfen beim Yoga durchaus ins Schwitzen kommen. Nur in anstrengenden Posen ist längeres Stillhalten sinnvoll.

Die Atemübungen für Kapha-Typen sollten den Stoffwechsel anregen und belebend sein.

Ayurveda-Yoga kann somit als typgerechtes Yoga betrachtet werden. Es ist vor allem eine gesunde Ergänzung zu jeder Lebensweise, die uns gesund und glücklich machen und halten soll.