Wie kann Yoga dir beim Verzeihen helfen?

Wie oft denkst du an Menschen, über die du dich geärgert hast? Oder bist du sauer auf dich? Wie kannst du mit Yoga Dir und anderen verzeihen?

Ärger und Verletzungen nehmen einen grossen Raum in uns ein. Bei manchen ist sogar die Persönlichkeit betroffen. Aber fangen wir einmal ganz anders an.

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Was ist Ärger?

Ärger und die damit verbundenen Emotionen und Verletzungen sind zuerst einmal Energien. Wäre es nicht gut und sinnvoll, diese Energie anders einzusetzen?

Ärger – was Patanjali dazu meint?

Ärger und Wut sind so alt wie die Menschheit. Patanjali beschreibt sie im Yoga Sutra als eine der Kleshas. Dabei handelt es sich um Eigenschaften, die unseren Geist trüben. Sie beeinflussen uns und können als Widerstände betrachtet werden, die unser wichtiges Ziel, unseren inneren Frieden, stören.

Aus diesem Grund ist Vergeben sehr wichtig. Obwohl wir den Wunsch haben Unstimmigkeiten zu beseitigen, hindert uns doch dieses Gefühl. Die einzige Medizin ist also unser Ego zu überwinden und unseren Ärger ziehen zu lassen.

Vergeben kann passieren

Wir sollten Vergebung als Prozess sehen. Manchmal kann er wirklich unmittelbar geschehen. Manchmal benötigen wir etwas Zeit. Es kann bedeuten, dass wir zuerst verstehen müssen, war alles passiert ist und passiert alles nicht aus einem Grund?

Wenn es uns möglich ist, dass wir aus dieser uns belastenden Situation etwas ziehen können, bekommen wir neues Wissen, das uns weiterbringt. Das alles kann anstrengend sein, aber es lohnt sich.

Wenn wir vergeben können, dann fühlen wir uns besser und können wieder klarer denken. Dann können auch Verletzungen heilen. Verzeihen heisst nicht, dass wir etwas vergessen können, aber das Erlebnis bekommt in der Vergangenheit seinen Platz und wir können in der Gegenwart wieder handeln und leben.

Wie kann uns Yoga beim Verzeihen helfen?

Meditieren und den Geist still werden lassen, sind ein wichtiges Mittel um Verzeihen zu können. Wenn wir es schaffen, den Ärger nur einmal ziehen zu lassen, dann hilft das und ist ein guter Anfang um verzeihen zu können.

Chin Mudra ist ebenfalls eine Hilfe. Das Chin Mudra wird mit Zeigefinger und Daumen geformt, indem wir einen Ring bilden. Der Daumen schliesst über dem Zeigefinger, während die anderen Finger gestreckt sind.

Der Zeigefinger steht dabei für das Ego und der Daumen für den Lehrer und ein Höheres Wesen. Der Zeigefinger verneigt sich sinnbildlich davor, wenn das Mudra geschlossen wird. Das Chin Mudra erweitert unsere Intuition und damit die Möglichkeit der Heilung.

Gibt es Yoga-Haltungen, die das Verzeihen unterstützen?

Es gibt nicht die Yoga-Pose, die das Verzeihen unterstützt sondern Haltungen, die Körper und Geist in Einklang bringen wie den Berg – Tadasana, die sitzende Vorbeuge – Paschimottanasana für Gelassenheit und Demut oder das Dreieck – Utthita Trikonasana, das deinen Körper leicht macht um nur ein paar Beispiele zu nennen.