Was ist Yin Yoga?

Ist Yin das Gegenteil von Yang – und Power Yoga? Wo liegt der Unterschied?

Unser Alltag ist eher Yang. Das bedeutet, dass er aktiv und dynamisch ist, so auch die Bezeichnungen Yang Yoga oder Power Yoga für sehr dynamisches Yoga.

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Passives Yoga?

Yin Yoga hingegen ist sanft. Oft wird es als passiv bezeichnet, was dieser Yoga-Form dennoch nicht entspricht, denn Yoga ist niemals passiv.

Was ist Yin Yoga?

Yin Yoga ist ruhig, langsam und achtsam. In der Praxis sieht es so aus, dass die Übenden langsam in die Yoga-Position gehen und sie vor allem lange gehalten werden, je nach Yoga-Lehrer und Übenden zwischen drei und sieben Minuten.

Dadurch gibt es Raum um sich in die Yoga Haltung hinein zu begeben aber auch innerlich loszulassen. Durch Yin Yoga kann mehr gespürt und tief in das Bindegewebe des Körpers eingewirkt werden. Auch tiefere Schichten wie Faszien, Sehnen, Bänder und Gelenke werden erreicht.

Wirkung wie bei einer Akupunktur?

Es heisst das Yin Yoga wie eine Akupunktur wirkt. Statt der Nadeln werden die Meridiane durch das lange Halten der Yoga Posen angesprochen und dadurch Blockaden gelöst.

Yin Yoga füllt die Stille in einen mit Lebendigkeit, gibt ein gesundes Selbstvertrauen und hilft alte Denkmuster loszulassen.

Wie wird Yin Yoga geübt?

Es wird meist im Liegen oder im Sitzen geübt. Für eine Yogastunde kann durchaus der Fokus auf einem bestimmten Organ liegt. Generell wird stets versucht, den gesamten Körper zu erreichen und den Qi-Fluss anzuregen.

Nachdem sich jeder langsam in die Übung begeben hat, wird die Aufmerksamkeit nach innen gerichtet und mit der Atmung verbunden. Die Asanas kann zwischen drei und sieben Minuten gehalten werden. Bei Unbehagen oder Schmerzen sollte sie eher gelöst werden. Häufig verwendete Asanas im Yin Yoga sind der Schmetterling (Baddha Konasana) und der Sattel (Supta Virasana).