Was ist Iyengar-Yoga?

Kann sich Yoga auch nach dem Wetter oder der Tageszeit richten? Welche Aspekte sind typisch für Iyengar-Yoga?

Bei Iyengar-Yoga handelt es sich um eine Yoga-Form, die dem Hatha-Yoga zugerechnet wird, denn es geht grundsätzlich um Körperübungen (Asanas) und Atemübungen (Pranayamas).

Im Laufe seiner jahrelangen Yogapraxis erforschte B. K. S. Iyengar, der Begründer dieser Yoga-Art jede einzelne Körperhaltung des Hatha-Yoga. Ihm ging es um die korrekte Ausübung, vor allem die symmetrische Ausrichtung der eigenen Körperachse und die entstehende Wirkung. Für das Iyengar Yoga wählte er 200 verschiedene Übungen und 14 Atemtechniken aus, die auf den alten Yogatraditionen Indiens basieren.

Hilfsmittel als Teil des Iyengar-Yoga

Aufgrund eigener Erfahrung begann er Hilfsmittel zu benutzen bzw. zu entwickeln, die als „Props“ bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um rutschfeste Matten, Polster, Klötze, Gurte oder Rückenbänke u. a. Die Props sollen den Yoga-Praktizierenden helfen, auch schwierigere Asanas gut durchzuführen

Typische Aspekte für Iyengar-Yoga

Es gibt drei typische Aspekte für diese Yoga-Art.

Zum einen ist es die Technik und damit das genaue Ausführen der Körperübungen unter gelegentlicher Zuhilfenahme von Gurten, Blöcken oder anderen Props.

Ein weiterer Aspekt ist die Dauer. Wie lange soll in einer Asanas verweilt werden, damit sich eine Wirkung entfaltet?

Als dritter Aspekt kommt die Sequenz zum Tragen. Welche Körperübung passt zu den äusseren Bedingungen wie der Tageszeit oder dem Wetter? Und ebenso die Berücksichtigung der inneren Bedingungen. In welchen Zustand befindet sich der Übende. Ist er genervt oder ausgeglichen und wie ist sein körperliches Befinden?

Was ist die Essenz des Iyengar Yoga?

Die Essenz dieses Yogastils sind lange gehaltene, dynamische Asanas, spezielle Atemübungen. Bei regelmässiger Praxis verbessert sich neben der Körperhaltung und er Balance auch die bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers, die Fähigkeit zur Konzentration und Entspannung.