Was ist Anusara Yoga?

Was ist der Unterschied zwischen Hatha- und Anusara-Yoga? Was hat diese Yoga-Art mit dem Herzen zu tun?

Die noch junge Yoga-Form Anusara stammt aus den USA. Es heisst, dass sie einen besonderen starken Wert auf die exakte Ausübung der Yoga-Haltungen legt, sowie auf eine gesunde Haltung von innen heraus und auf die Philosophie des Herzöffnens.

Yoga Beginner Buch

Das Wort „Anusara“ stammt aus dem Sanskrit. Es bedeutet so viel wie „sich nach etwas richtend“ und wird frei als „dem Herzen folgend“ interpretiert.

Die Anusara Praxis

In der Praxis werden die Prinzipien sowie die Philosophie in die sogenannten drei A’s: Haltung, Ausrichtung und Handlung verwirklicht, die durch das Verfolgen der fünf Hauptprinzipien zu einer Verfeinerung führen sollen.

Wer hat Anusara Yoga entwickelt?

John Friend entwickelte im Jahr 1997 Anusara Yoga, in Anlehnung an Iyengar-Yoga. Allerdings wollte der Begründer dieser Yoga-Form, neben der genauen Ausführung der Haltungen eine Ausrichtung zu Gefühl und Herz verleihen. So verknüpfte er das Prinzip der äusseren Form mit der inneren Haltung.

Asanas mit Prinzipien der modernen Bio-Mechanik?

Beim Anusara Yoga werden die klassischen Hatha Yoga-Haltungen mit den Prinzipien der Bio-Mechanik verbunden, was als „Universal Principles of Alignment“ bezeichnet wird. Dadurch soll der Praktizierende nach und nach wieder zu seiner idealen Körperhaltung geführt und zugleich der Energiefluss im Körper verbessert werden.

Energiezentren und Energiekreisläufe im Anusara Yoga

Im Anusara Yoga wird sich auf drei Energiezentren im Körper konzentriert. Sie befinden sich im Zentrum des Beckens, an der der Unterseite des Herzens und am oberen Gaumen.

Zudem orientiert sich der Yogastil an den kreisförmigen Energiebewegungen im Körper.

Die Philosophie des Anusara Yoga

Diese Yoga-Form basiert philosophisch auf dem tantrischen Prinzip und der inneren Güte. Es wird Wert auf den Weg des Herzens gelegt.

Der Yoga-Lehrer gibt in der Regel vor jeder Stunde ein Thema dazu vor, dass im Alltag diesen Weg verdeutlicht. Der Schüler wird damit nicht belehrt sondern soll in seiner individuellen Entwicklung unterstützt werden.