Warum sollten wir gelegentlich still werden?

Muss es gleich ein Meditationswochenende oder Exerzitien sein? Was bewirkt Stille?

Ohne die Helligkeit, würden wir die Dunkelheit nicht kennen und ohne die Stille, würden wir nicht bemerken, in welcher Hektik und tatsächlich in welcher Geräuschkulisse wir oft oder immer leben.

Nur Stille?

Wenn wir von Stille reden, dann muss es nicht gleich ein Meditationswochenende oder ein anderes organisiertes Event sein. Es geht darum, die Stille in unserem Alltag zu suchen, die wie der Gang zu einem Brunnen ist um sich mit Wasser zu erfrischen.

Was gibt uns die Stille?

Nur still zu sein, ist für viele gar nicht so einfach. Wer stellt nicht automatisch nach dem Aufstehen den Radio an? Wer hat sich nicht schon um die Geräuschkulisse um sich gewöhnt, dass Stille ihm seltsam vorkommt?

Macht uns Stille sensibler?

Dabei macht uns Stille sensibler für uns selbst. Auch wenn uns zu Beginn ein ununterbrochener Gedankenfluss in unseren Kopf entgegenströmt, den wir wahrnehmen und dann fliessen lassen sollten, wird es mit der Zeit stiller und erholsamer. Dann können wir auch diese Gedanken zur Selbstreflexion nutzen oder ihn ziehen lassen.

Stille ist zugleich ein Tor zur Intuition und diese kann uns zu besseren Entscheidungen verhelfen. Im Trubel des Alltags nehmen wir dieses Gefühl jedoch zu selten wahr oder verwechseln es.

Macht uns Stille gesund?

Laute Geräusche, auch wenn wir sie bewusst, längst nicht mehr wahrnehmen, können den Stress steigern und damit Herz-Kreislaufprobleme erhöhen. Stresshormone hingegen, werden in der Stille abgebaut.

In der Stille können wir am besten entspannen.

Mehr Aha-Momente durch Stille?

Die Stille macht uns kreativ. Wenn wir sensibler werden, dann bringt dies auch neue und andere Lösungen hervor, bestens als Inkubationseffekt bekannt. Pausen verhelfen zu mehr Kreativität.

Lässt Stille das Gehirn wachsen?

Schweigen lässt das Gehirn wachsen, so neueste Studien. Genaugenommen handelt es sich um die Zellen im Hippocampus.

Damit gibt es viele Gründe still zu werden, zu schweigen und sich der Berieselung durch Geräusche und Information zu entfernen. Dafür müssen wir auch nicht etwas mitbringen, sondern eher etwas lassen!