Meditation und chronische Erkrankungen

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Wie lebe ich mit einer chronischen Krankheit? Wie kann die Meditation unterstützen?

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Es ist nicht nur eine physische Herausforderung, mit einer chronischen Erkrankung zu leben. Auch die mentale Gesundheit muss gestärkt und erhalten bleiben. Studien zeigen nun die positiven Effekte der Meditation auf.

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Eine lange Liste an chronischen Erkrankungen

Die Liste an chronischen Erkrankungen ist länger als angenommen. Statistisch gesehen leiden 40 Prozent der Bevölkerung unter einer dieser belastenden Krankheiten, die nicht völlig geheilt werden können. Dazu zählen vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen aber auch Krebs, Diabetes, Depressionen und Atemwegserkrankungen.

Damit handelt es sich um eine grosse Anzahl an Personen, die mit einer Krankheit leben und sich ihr anpassen müssen. Die Lebensqualität muss weitestgehend erhalten bleiben. Es geht also bei der Behandlung einer bleibenden Erkrankung auch darum, das gesunde zu stärken.

Die Rede ist auch von Resilienz. Damit ist die psychische Widerstandsfähigkeit gemeint, die bei chronischen Erkrankungen ein wichtiger Wegbegleiter ist.

Kann die Meditation unterstützen?

Es gibt eine Reihe an chronischen Erkrankungen, die sich durch eine Meditation bessern oder sie hilft, besser mit der Krankheit umgehen zu können.

Meditation bei Depressionen?

Es gibt depressive Menschen, die sich nicht nur medikamentös behandeln lassen möchten, sondern auch mit einer begleitenden Therapie. Gefragt ist bei Depressionen vor allem die MBCT, die Mindfulness Based Cognitive Therapy – Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie.

Damit wird ein psychotherapeutisches Verfahren bezeichnet, das u. a. Achtsamkeitsmeditationen beinhaltet. Es geht darum, Achtsamkeit und Bewusstsein in der Gedankenwelt von Betroffenen zu kultivieren.
Lt. einer Studie, soll die Meditation auch helfen, einen Rückfall zu vermeiden.

Meditation bei Diabetes?

Fast jeder zehnte Erwachsene ist heute von der Diagnose Diabetes betroffen. Damit ändert sich nicht nur die Ernährung sondern der gesamte Alltag. Hinzu kommt die Angst vor Folgeerkrankungen oder die Erkrankung nicht im Griff zu haben.

Ein grosser Teil der Diabetiker erleidet zusätzlich eine Depression. Nicht nur, dass diese auch behandelt werden muss. Sie erschwert zugleich die Behandlung des Diabetes, da depressive Diabetiker die Therapiemassnahmen oft nicht umsetzen und wenig motiviert sind, etwas für ihre Gesundheit zu tun.

Viele Mediziner sind sich einig, dass Diabetiker einen Ausgleich zu ihrer Erkrankung benötigen. Dabei ist es nicht wichtig, ob es sich um Sport, etwas Kreatives handelt oder etwa eine Entspannungstechnik. Wichtig ist es, es zu tun.

Die Wirkung der Meditation wird depressiven Diabetikern empfohlen, weil sie nicht nur hilft besser mit der Depression umzugehen, sondern ebenso mit aufkommenden Ängsten.

Meditation bei chronischen Schmerzen?

Hält ein Schmerz länger als drei Monate an, wird diese Schmerzform als chronischer Schmerz bezeichnet, der auch die Psyche herausfordert.

12 bis 15 Mio. Menschen leiden in Deutschland unter chronischen Schmerzen und sind dadurch im Alltag sehr eingeschränkt.

Schmerzen sind belastend und unangenehm. So versuchen Menschen ihren Schmerz zu ignorieren oder schnell zu stoppen.

Wenn von chronischen Schmerzen und der Meditation die Rede ist, dann ist hier besonders die achtsamkeitsbasierte Meditation gemeint, die einen besonderen Ansatz besitzt.

So werden bei manchen Übungen die Sinnesempfindungen bewusst auf den Schmerz gelenkt. Es geht um das Annehmen des Schmerzes, sich in ihn hinein zu fühlen, so seltsam und schwer dies klingen mag um sich dann hinein zu entspannen.

Wer unter chronischen Schmerzen leidet und sich für die achtsamkeitsbasierte Meditation interessiert, sollte unbedingt Rücksprache mit seinen Arzt halten um festzulegen, wie sie die Behandlung begleiten kann. Bei einer regelmässigen Anwendung kann der Umgang mit der chronischen Krankheit erleichtert werden.