Meditation – 5 Entschuldigungen um nicht zu meditieren?

Auch Yogis und Yoginis sind nicht davor geschützt, eine Yoga-Stunde oder die Meditation hinauszuzögern oder zu schwänzen. Dafür gibt es viele Gründe, einschliesslich uns selbst, oft das grösste Hindernis. Welche davon sind nicht akzeptabel?

„Ich habe keine Zeit und weiss nicht, wo sie geblieben ist.“

Selbst kurze Meditationen. Nur sieben Minuten pro Tag können zu spürbaren Ergebnissen führen, einschliesslich Stressabbau und gesteigerter Konzentrationsfähigkeit bzw. Achtsamkeit.

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Keine Zeit gilt also nicht, denn sieben Minuten jeden Tag für sich und die Meditation herauszuarbeiten, sollte möglich sein.

Dazu sollte sich an einen ruhigen Platz gesetzt werden, sei es auf den Boden, auf Kissen oder auf einen Stuhl. Die Wirbelsäule sollte aufrecht, aber nicht angespannt sein. Hinlegen ist ebenfalls möglich.

Dann können die Augen geschlossen oder offen gehalten werden und es wird ein paar Mal tief durchgeatmet. Fühlen sie dabei, wie die Luft durch die Nase eindringt, Brust und Bauch füllt und wieder leert. Die Aufmerksamkeit sollte auf dem natürlichen Atemrhythmus ruhen. Wenn die Gedanken wandern, sollte sie das nicht beunruhigen oder ärgern. Lassen sie los und wenden sie ihre Aufmerksamkeit wieder ihrem Atem zu.

„Ich habe Angst, mit meinen Gedanken allein zu sein.“

Die Meditation kann einen von den Gedanken befreien, die wir vermeiden möchten. Schädigende Gedanken können uns an die Vergangenheit binden. Wir können jedoch unsere destruktiven Gedanken in der Gegenwart ändern. Durch Achtsamkeitstraining können wir sie als schlechte Gewohnheiten erkennen, die wir vor langer Zeit gelernt haben.

Dann können wir den kritischen nächsten Schritt machen. Wir können entdecken, wie diese obsessiven Gedanken unsere Trauer, Unsicherheit und Einsamkeit bedecken. Wenn wir allmählich verstehen, was hinter diesen belastenden Gedanken steckt, können wir ihre Macht verringern.

„Ich mache es eh nicht richtig.“

Es gibt keinen „richtigen“ Weg in der Meditation. Das soll heissen, dass sie bei der Meditation nichts falsch und nichts richtig machen können. Es ist am besten, jedes Mal, wenn wir meditieren wollen, diesen Moment mit Achtsamkeit und einer erfrischenden Neugier zu begegnen.

Es gibt allerdings verschiedene Arten zu meditieren. Und hier sollten wir uns nicht beirren lassen, wenn wir einer geführten Meditation beispielsweise folgen und sich nicht das Gefühl einstellt, von dem erzählt wird. Wir sollten auch nicht erwarten, von einer höheren Autorität auf die Schulter geklopft zu werden. Die Instanz sind wir, und dass Gefühl, dass etwas Vertiefendes geschieht.

„Ich bin zu zerstreut.“

Keine Erwartungen von der Meditation, denn das kann zu Gefühlen führen, die blockieren oder ablenken. Keine Erwartungen haben bedeutet, kein Gefühl der Zentrierung oder Glückseligkeit erhoffen und nicht einmal, dass sie sich danach besserer fühlen. Nur die Feststellung: „Ich werde die nächsten sieben bis 20 Minuten der Meditation widmen.’“

Während der Meditation sollten Gefühle, die auftauchen, Ärger, Langeweile, sogar Glück losgelassen werden, da sie vom gegenwärtigen Moment ablenken, sie binden die Achtsamkeit. Die Idee der Meditation ist, neutral und objektiv zu bleiben. Nach einem Gedanken kehren wir wieder zu unserer Atembeobachtung zurück und erkennen, dass unserer beschäftigter Geist zu unserer Meditation gehört.

„Ich bin nicht genug diszipliniert, um dabei zu bleiben.“

Die Meditation sollte zu einem Teil ihrer Routine werden wie Duschen oder Zähneputzen. Nicht genug diszipliniert zu sein ist bereits ein Selbsturteil, eine Erwartung, die uns vom meditieren abhält.

Um unsere Disziplin zu verbessern, sollen wir die Meditation mit der täglichen Hygiene oder Essen gleichsetzen: Wir alle haben volle Terminkalender und leben häufig unter Zeitdruck. Wenn wir der Meditation aber eine hohe Priorität geben, dann können wir diszipliniert meditieren, bis es etwas Selbstverständliches wie Zähneputzen wird.