Ist Yoga hilfreich gegen Schnarchen?

Was genau ist Schnarchen? Wie kann es behoben werden. Wie kann Yoga helfen?

Viele Menschen schnarchen. Doch das macht die Rhonchopathie, wie das Schnarchen wissenschaftlich bezeichnet wird, nicht besser. Ca. 10 Millionen Erwachsene schnarchen in Deutschland. Das sind jeder zweite Mann und jede vierte Frau. Es entsteht durch Vibrationen im Rachenraum.

Die Ursachen selbst sind sehr unterschiedlich. Doch das Geräusch ist nicht nur für den Partner störend. Denn das flatternde Geräusch kann einen hohen Lärmpegel, ähnlich einen Presslufthammer mit ca. 90 dB erreichen. Das kann zu Schlafbeschwerden und Übermüdung des Partners führen. Aber auch der Schnarcher selbst ist gefährdet durch das Schnarchen.

Wie kann Schnarchen behandelt werden?

Öle, Sprays oder Medikamente bewähren sich oftmals nicht. Hilfsmittel wie Atemmasken sind oft unbequem oder unterbrechen den Schlaf. Entsprechend der Ursachen gibt es die Möglichkeit eines operativen Eingriffs um beispielsweise das Gaumensegel zu verkleinern oder das Zäpfchen zu verkürzen.

Interessanterweise ist eine Gewichtsreduktion die wichtigste, nicht operative Therapie. Durch eine Gewichtsreduktion reduzieren sich ebenso die Fettanteile im Zungengrund. Hierfür wird Yoga empfohlen, was aus wissenschaftlichen Studien hervorgeht.

Welche Rolle spielt Yoga in der Therapie?

Allen voran sind die Pranayamas, die Atemtechniken am Wichtigsten um bei Schlafproblemen zu helfen. Jeder, der schon einmal darunter gelitten hat oder chronisch darunter leidet, weiss, von dieser Belastung. Schlechter Schlaf kann die emotionale, geistige und körperliche Gesundheit schädigen.

Nicht umsonst wird heute bei Schlafstörungen oft von Schlafhygiene gesprochen um gute Schlafbedingungen zu schaffen. Dazu können auch Yoga und hier besonders die Atemübungen gehören.

Was bewirken die Pranayamas?

Es gibt sehr viele Pranayamas mit unterschiedlichen Wirkungen Bei Schlafstörungen, sprich Schnarchen können 3 Atemübungen besonders hilfreich sein. Dabei handelt es sich um das sogenannte Schädelleuchten, den Feueratem, auch Blasebalg-Atmung genannt und die Wechselatmung.

Durch diese Atemübungen wird das Zwerchfell gestärkt, wodurch der Sauerstofffluss im gesamten Körper verbessert und dadurch die Schlafqualität gefördert wird. Das Einschlafen wird durch diese Atemtechniken erleichtert, da Stress abgebaut und der Geist beruhigt wird.

Es ist empfehlenswert, diese Atemtechniken richtig zu lernen. Aus diesem Grund sollten sich Yogis oder Nicht-Yogis bei Interesse an einen Yoga-Lehrer wenden.