Ist Yoga ein Weg des Verzichts?

Heisst Yoga Askese und Selbstdisziplin? Auf was muss ich verzichten? Oder was erreiche ich durch Selbstbeherrschung?

Yoga hat viele Bedeutungen und manche verwirren gerade in der heutigen Zeit. Eine davon ist die Annahme, das Yoga ein Weg der Askese ist.

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Yoga und Askese?

Die Bedeutung entstand durch die betrachtende Verbindung des Geistes zur materiellen Welt galt. Dafür müssen wir ca. 3.500 Jahre zurückdrehen, als Yoga vermutlich entstand.

Um zu unseren inneren Selbst, so wie wir es heute nennen, zu gelangen, musste diese Verbindung getrennt werden. So war zumindest damals die Annahme. Askesetechniken wurden als Yoga bezeichnet. Die ersten Yogis waren Menschen, die der Gesellschaft entsagten um in Abgeschiedenheit zu sich zu finden. Oft wurden neben dem reinen Verzicht auch bewusstseinsverändernde Substanzen verwendet.

Abgeschiedenheit oder Alltag?

Heute zeugen noch Bilder der verschiedensten Askesetechniken wie das Verharren in bestimmten Körperhaltungen oder das Liegen auf Dornen und Nägeln der Fakire davon.

Durch diese Bilder hat sich die Verbindung von Yoga und Askese bis in unsere Zeit erhalten und viele Menschen nehmen an, dass Yoga einen enthaltsamen Lebensstil voraussetzt.

Verzicht im Alltag

Yoga ist viel mehr. Es ist eine Lebenshilfe. Wer Yoga praktiziert, hat einen Weg zu mehr Bewusstsein gefunden, der auch im Alltag praktizierbar ist.

Im Yoga wird der Verzicht genutzt um sich zu reinigen wie beim Fasten oder Entschlacken. Zuletzt können wir durch Verzicht auch unsere Selbstdisziplin üben und mehr Lebensqualität erreichen.