Heilfasten – was solltest Du wissen?

Was ist der Unterschied zwischen Fasten und Heilfasten? Welchen Effekt hat er auf die Gesundheit?

Fasten ist ein religiöser Brauch mit entsprechend verschiedenen Bedeutungen. Der Verzicht auf bestimmte Nahrungs- oder Genussmittel für einen bestimmten Zeitraum kann der körperlichen wie geistigen Reinigung dienen, ein Zeichen der Busse oder auch ein Streben nach Erleuchtung.

Unterschieden wird es vom Heilfasten, das in erster Linie der Gesundheit dient.

Warum Heilfasten?

Diese Form der Fastenkur wird immer häufiger angeboten. Bis zu 10.000 Interessenten sind es Jahr für Jahr, die gezielt Angebote von Kliniken und Krankenhäusern annehmen um unter ärztlicher Betreuung zu fasten.

Heilfasten hat nichts mit einer Gewichtsreduzierung zu tun, auch wenn auf die Nahrungsaufnahme im Weitesten verzichtet und je nachdem nur Wasser, Tee oder Obst- und Gemüsesäfte oder Gemüsebrühe zu sich genommen wird.

Was passiert beim Heilfasten?

Indem gefastet wird, wird auch keine ungesunde Ernährung aufgenommen wie Süssigkeiten oder Fettiges, was bereits eine Entlastung bedeutet.

Das Fasten und das Trinken von Wasser und zuckerfreien Getränken wirken wie eine Reinigung und Entgiftung, wenn sich Schlacken lösen. Dabei handelt es sich um Giftstoffe oder andere Stoffe, die vom Körper bisher nicht ausgeschieden wurden.

Zeit zum Heilen

Während des Fasten, wenn der Körper keine Kraft für die Verdauung benötigt, wenn die Fastenden ruhen sollen, hat er Energie zum Heilen. Aus diesem Grunde wird auch vom Heilfasten gesprochen. Die Energie kann zur Heilung eingesetzt werden.

Das bekannteste Beispiel ist Otto Buchinger, der auch als Begründer des Heilfastens gilt. Der deutsche Arzt litt unter Rheuma, bis er sich einer dreiwöchigen Fastenkur unterzog, deren Effekte ihn beeindruckten.

Heilfasten nach Buchinger

Daraufhin gründete er seine eigene Fastenklinik. Ihm zufolge gehören zu einer Fastenkur Entlastungstage, um den Körper umzustellen auf flüssige Nahrung und Honig. Damit sollen der Körper mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt werden. Ebenso gehören Darmleerungen, Bewegung und Entspannung dazu.

Das Heilfasten endet mit dem sogenannten Fastenbrechen und den Aufbautagen um den Körper wieder an die Aufnahme fester Nahrung zu gewöhnen.

Wirkungen des Heilfasten

Wissenschaftlich wird das Heilfasten sehr unterschiedlich bewertet. Die deutsche AGHE erkennt die positive Wirkung bei Stoffwechselerkrankungen, chronischen Schmerzsyndromen wie auch psychosomatischen Störungen an.

Da das Heilfasten viele Nebenwirkungen wie Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, Unterzuckerung, Muskelkrämpfe oder Schwindel verursachen kann, ist es wichtig, vorher einen Arzt zu konsultieren oder am besten unter ärztlicher Betreuung zu fasten.