Hatha-Yoga – Ich oder der Lehrer?

Wie erkennst Du den geeigneten Lehrer für Dich? Warum achten manche Yoga-Lehrer nicht auf den Wohlfühlfaktor? Wer ist dein wahrer Lehrer?

Gute Lehrer sind nicht immer die Beliebtesten und wer gut für uns war, erkennen wir meist erst im Vergleich mit anderen.

Yoga-Lehrer als Begleiter?

Im Yoga ist der Lehrer ein Begleiter. Er vermittelt die indische Philosophie. Aber was wir daraus ziehen ist sehr individuell. Jeder hat ein anderes Ziel.

Wenn wir mit Hatha-Yoga beginnen, dann haben wir die Chance uns selbst kennenzulernen. Wir erleben uns in der Meditation, in den Atem- und Körperübungen.

Was dürfen wir von einem Yoga-Lehrer nicht erwarten?

Ein Yoga-Lehrer begleitet uns auf dem Yoga-Weg. Er wird sehen, wie wir die Übungen praktizieren, aber er kann auch nicht in uns hineinschauen.

Mit der Zeit lernt er seine Schüler kennen, weiss, wer sich seine Ziele zu hoch steckt und weiss, wer nur ungern aus seiner Komfortzone herausgeht. Er wird darauf achten, dass wir uns nicht verletzen. Aber letztendlich sind wir auch selbst dafür verantwortlich.

Yoga und Selbstverantwortung

Wir selbst entscheiden bei den Yoga-Haltungen, wie weit wir gehen wollen und wie weit wir uns trauen. Das ist wichtig, denn so lernen wir auch unseren Körper mit der nötigen Selbstverantwortung kennen.

Selbstverantwortung bedeutet auch, unseren eigenen Rhythmus zu folgen wie bei den Atemübungen. Jeder Tag ist nicht gleich und jeder hat einen anderen Atemrhythmus und ein anderes Atemvolumen. Und wir sollten den Bedürfnissen und Möglichkeiten unseres Körpers folgen.

Mit der Zeit entwickeln wir ein Gespür dafür, was uns gut tut. Es kann auch bedeuten, dass es Zeit ist, eine andere Yoga-Form kennenzulernen, dass wir mehr Power benötigen oder mehr Meditation. Auch hier ist der Yoga-Lehrer ein Begleiter und Berater, aber wir entscheiden, wohin es geht.