Gehmeditation – Gehen mal anders?

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Geht Meditieren auch bewegt? Kann achtsames Gehen wie eine Meditation sein?

Meditationen sind sehr vielfältig. Häufig vergessen wir, dass es auch bewegte Meditationen gibt, die sogar sehr gut in den Alltag integrierbar sind und als kleine Hilfe bei Stressattacken helfen können. Eine davon ist die Gehmeditation.

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Was ist die Gehmeditation?

Wie der Name schon sagt, gehen wir in der Meditation. Gehen wird zur Entspannung. Der Vorteil ist, dass wir keine Hilfsmittel dazu benötigen. Die Gehmeditation gehört zur Achtsamkeitspraxis der buddhistischen Lehre. Es heisst, dass manche Traditionen des Buddhismus die Gehmediation der bekannten Sitzmediation vorziehen.

Gehen – Atmen – Achtsamkeit?

Gehmeditation bedeutet nicht einfach zu gehen, so wie wir es im Alltag gewohnt sind, wenn wir zügig von einem Ort zum anderen gehen. In der Gehmeditation ist das Gehen das Wesentliche und wir haben nicht das Ziel irgendwo anzukommen. Die Konzentration liegt auf dem Gehen.

Wir gehen achtsam. Indem wir bewusst auf die Bewegung unserer Füsse achten, wir den Untergrund spüren, finden wir eine Balance und können entspannen. Wir können unser Umfeld wertfrei wahrnehmen und aufkommende Gedanken ziehen lassen.

Die Atmung hilft uns dabei achtsam zu gehen. Die Schritte der Gehmeditation sollten dem natürlichen Fluss der Atmung folgen. Hilfreich kann der Fokus auf die Ausatmung sein.

Wie funktioniert die Gehmeditation?

Wenn wir die Gehmeditation praktizieren wollen, dann sollten wir uns zuerst einmal hinstellen, tief einatmen und dadurch einen Abstand zwischen dem Alltag und der Meditation schaffen.

Zu Beginn sollte die Gehmeditation an einem Ort geübt werden, wo wir uns wohlfühlen. Später kann sie auf jedem Weg angewendet werden.

Zehn Schritte hin und zurück sind für den Anfang genug. Wir gehen bewusst zehn Schritte und achten auf unsere Empfindungen, die von den Füssen übertragen werden. Im Idealfall gehen wir barfuss. Wir gehen im Einklang mit unserem Atem. Nach und nach kann die Schrittzahl erhöht werden.

Welche Vorteile hat die Gehmeditation?

Die Gehmediation kann Entspannung und selbst die Stimmung verbessern. Indem wir uns auf das Gehen und die Atmung konzentrieren, können wir von Ängsten und Sorgen Abstand nehmen oder wir bekommen den Kopf frei und werden wieder ausgeglichener.

Ein wesentlicher Vorteil der Gehmeditation ist, dass wir sie überall anwenden können und keine Hilfsmittel brauchen. Vielleicht kann sie zu einer Hilfe in Stresssituationen werden.