Der Mistelzweig

Wo finden wir Yoga in unseren Traditionen? Was hat es mit dem Mistelzweig auf sich?

Weihnachten ist reich an Traditionen und Symbolen. Eine ist der Mistelzweig. Die romantische Version ist der Kuss unter dem Mistelzweig. In verschiedenen Ländern gibt es dazu ganz verschiedene Bedeutungen, angefangen von einer Romanze bis hin zu einer möglichen Hochzeit.

Yoga Beginner Buch

Die andere Bedeutung ist ebenfalls freundschaftlicher und friedlicher Natur.

Die Legende des Mistelzweiges

Die Legende des Mistelzweiges hilft, die heutige Bedeutung zu verstehen. Dabei geht es um Frigga, die Göttin der Liebe. Sie verlor ihren Sohn Balder, den Sonnengott, durch eine Pfeilspitze, die aus einem Mistelzweig gefertigt wurde. Das Licht erlosch und es herrschte tiefe Trauer über den Tod von Balder. Jedes Element dieser Erde versuchte den Sonnengott wieder lebendig zu machen, doch nur seiner Mutter Frigga gelang es. Ihre vergossenen Tränen verwandelten sich in die perlenartigen weissen Beeren des Mistelzweiges. Durch ihre Freude küsste sie jeden, der unter einen Baum ging, an dem ein Mistelzweig gewachsen war. Es blieb die Zusage, dass den Menschen, die sich unter einen Mistelzweig befinden, kein Schaden zugefügt wird.

Immergrün als Zeichen von Frieden und Versöhnung

Die andere friedliche und freundschaftliche Bedeutung liegt darin, dass die Mistel als Immergrün auch ein Symbol für Frieden und Versöhnung ist. Es heisst, dass sich in Skandinavien, Feinde unter den Mistelzweig den Frieden erklären und Ehepaare sich mit einem Kuss wieder versöhnen.

Mistelzweige und Yoga

Der Mistelzweig an sich hat sicherlich nichts mit der Yoga-Philosophie zu tun. Allerdings kann Yoga eine friedliche Einstellung fördern, um mit sich selbst und anderen besser auszukommen.

In den Yamas, den Regeln für den Umgang mit der Umwelt, die in den Sutras von Patanjali, einer wichtigen Yogaschrift festgehalten sind, wird Ahimsa, das Nichtverletzen erwähnt. Es beginnt mit Respekt und Freundlichkeit gegenüber anderen Menschen, sei es in Gedanken, Worten und Taten.